2010 hat sich die Schweizer Bevölkerung so spendabel gezeigt, dass es auch dem Blick eine Schlagzeile wert war “Schweizer waren 2010 besonders grosszügig”. Was mit den Schweizerinnen war, steht da nicht, ebensowenig wie im PDF zum Monitor von gfs-Zürich. Ich gehe aber davon aus, dass sich das Geschlechterverhältnis seit August 2006 nicht wesentlich verändert hat. Damals veröffentlichte die HTW Chur ihre Studie zum generellen Spendenverhalten der Schweizer/innen: Frauen spenden ja tendenziell mehr.
Wie dem auch sei, 1.2 Mrd. Franken sind viel Geld, 694.- Franken pro Haushalt ebenfalls. Und dass der Anteil der Spendenden mit Spenden über 1’000.- Franken von 5% auf 16% geschnellt ist, freut uns Fundraiser sowieso.
Einziger Wehrmutstropfen: Der Anteil der spendenden Haushalte stagniert auf 70%. Wirklich neue Spender/innen haben wir 2010 also nicht motiviert.
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Wenn ich einen Spendenbrief schreiben muss, mache ich eigentlich immer den Doktor. Vielleicht, weil meine Muttersprache nicht wirklich Deutsch ist sondern Berndeutsch.
Natürlich plage ich mich jeweils in quasi schlaflosen Nächten damit, wie ich meinen Leser/innen resp. potentiellen Spendenden die Dringlichkeit und Notwendigkeit hautnah buchstabiere. Ich fühle mich nämlich verantwortlich für jeden Franken, der nicht geschickt wird, weil mein Brief zu wenig lebendig, zu wenig eindringlich war. Und neuerdings hat ja auch ein weiterer Aspekt meiner Texterqualen ganz neue Dimensionen angenommen.
Ich kupfere nämlich ab. Ich suche in meiner Mailingsammlung ganz gezielt nach Beispielen, wie es andere gesagt resp. spendenbriefgetextet haben. Und das schreibe ich dann ab, ich gebe es zu, ganz ohne Quellenangaben, Fussnoten und Copyright-Hinweise.
Allerdings befolge ich damit – im deutlich Unterscheid zu anderen, die an ihrer Doktorarbeit laboriert haben – bewährte Ratschläge: Im Fundraising gehts ja darum, Erfolge zu wiederholen, und Misserfolge zu vermeiden, damit die Spenden dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommen und nicht der Unbelehrbarkeit der Fundraisingverantwortlichen.
Ich werde also guten Gewissens weiter plagieren. Mit der Wirksamkeit unserer Projekte und der Hilfsbereitschaft unserer Spender/innen.
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Also persönlich wird er zwar nicht erscheinen – aber immerhin per Videocast ist Philip Kotler am 8. März in der Schweiz; im KKL am Marketingtag 2011, um genau zu sein. Sein Buch “Strategic Marketing for Nonprofit Organizations” erscheint unterdessen in der 7. Auflage und gehört zur Standardausrüstung von Fundraising-Fachleuten. Der Begriff Fund-raising (mit Bindestrich wohlgemerkt) erscheint zwar erst auf Seite 278, aber wer sich “den Prozess für eine strategische Marketing-Planung” (Seite 66), das “Verständnis von Konsumentenverhalten” (Seite 121) und die “Entwicklung einer Kernmarketingstrategie” spart, braucht sich ja auch von Fundraising-Aktivitäten nicht mehr viel zu erhoffen. “Take the money and run” ist nicht erst seit gestern keine Erfolgsstrategie mehr.
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