SocialMedia «live»


Der Swissfundraising-Erfa-Treff von heute war nicht nur überdurchschnittlich besucht (über 80 Leute), sondern auch ein Beispiel für «Best Practice»: Während Marco Zaugg von getunik referierte, twitterten  mehrere Teilnehmende und einer schaffte es, dass der zufällig über Mittag im Hauptbahnhof weilende Abt Martin vom Kloster Einsiedeln vom Treff via SocialMedia erfuhr beim Stehlunch vorbeischaute. Bekannt als fleissiger Twitterer unter dem Namen «AbtMartin» – mit einer Gemeinde von immerhin 2577 Followern -, teilte er seine Erfahrungen in SocialMedia spontan mit den Anwesenden. Elektronische Kommunikation führt also zuweilen zu Begegnungen, die so kurzfristig ohne SocialMedia gar nicht organisierbar wären. Umso bedauerlicher, dass der Swissfundraising-Geschäftsführer heute nicht dabei sein konnte, suchte er doch schon seit längerem Kontakt zu Abt Martin, um bei ihm einen der nächsten BR-Treffs zu organisieren. Alle Versuche via Facebook und persönlichen Brief waren bisher erfolglos… Vielleicht klappt es nun ja über Twitter.

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Blick auf den Spendenmonitor 2010


2010 hat sich die Schweizer Bevölkerung so spendabel gezeigt, dass es auch dem Blick eine Schlagzeile wert war “Schweizer waren 2010 besonders grosszügig”. Was mit den Schweizerinnen war, steht da nicht, ebensowenig wie im PDF zum Monitor von gfs-Zürich. Ich gehe aber davon aus, dass sich das Geschlechterverhältnis seit August 2006 nicht wesentlich verändert hat. Damals veröffentlichte die HTW Chur ihre Studie zum generellen Spendenverhalten der Schweizer/innen: Frauen spenden ja tendenziell mehr.

Wie dem auch sei, 1.2 Mrd. Franken sind viel Geld, 694.- Franken pro Haushalt ebenfalls. Und dass der Anteil der Spendenden mit Spenden über 1’000.- Franken von 5% auf 16% geschnellt ist, freut uns Fundraiser sowieso.

Einziger Wehrmutstropfen: Der Anteil der spendenden Haushalte stagniert auf 70%. Wirklich neue Spender/innen haben wir 2010 also nicht motiviert.

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Ich mache den Doktor


Wenn ich einen Spendenbrief schreiben muss, mache ich eigentlich immer den Doktor. Vielleicht, weil meine Muttersprache nicht wirklich Deutsch ist sondern Berndeutsch.

Natürlich plage ich mich jeweils in quasi schlaflosen Nächten damit, wie ich meinen Leser/innen resp. potentiellen Spendenden die Dringlichkeit und Notwendigkeit hautnah buchstabiere. Ich fühle mich nämlich verantwortlich für jeden Franken, der nicht geschickt wird, weil mein Brief zu wenig lebendig, zu wenig eindringlich war. Und neuerdings hat ja auch ein weiterer Aspekt meiner Texterqualen ganz neue Dimensionen angenommen.

Ich kupfere nämlich ab. Ich suche in meiner Mailingsammlung ganz gezielt nach Beispielen, wie es andere gesagt resp. spendenbriefgetextet haben. Und das schreibe ich dann ab, ich gebe es zu, ganz ohne Quellenangaben, Fussnoten und Copyright-Hinweise.

Allerdings befolge ich damit – im deutlich Unterscheid zu anderen, die an ihrer Doktorarbeit laboriert haben – bewährte Ratschläge: Im Fundraising gehts ja darum, Erfolge zu wiederholen, und Misserfolge zu vermeiden, damit die Spenden dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommen und nicht der Unbelehrbarkeit der Fundraisingverantwortlichen.

Ich werde also guten Gewissens weiter plagieren. Mit der Wirksamkeit unserer Projekte und der Hilfsbereitschaft unserer Spender/innen.

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Kotler gibt sich die Ehre


Also persönlich wird er zwar nicht erscheinen – aber immerhin per Videocast ist Philip Kotler am 8. März in der Schweiz; im KKL am Marketingtag 2011, um genau zu sein. Sein Buch “Strategic Marketing for Nonprofit Organizations” erscheint unterdessen in der 7. Auflage und gehört zur Standardausrüstung von Fundraising-Fachleuten. Der Begriff Fund-raising (mit Bindestrich wohlgemerkt) erscheint zwar erst auf Seite 278, aber wer sich “den Prozess für eine strategische Marketing-Planung” (Seite 66), das “Verständnis von Konsumentenverhalten” (Seite 121) und die “Entwicklung einer Kernmarketingstrategie” spart, braucht sich ja auch von Fundraising-Aktivitäten nicht mehr viel zu erhoffen. “Take the money and run” ist nicht erst seit gestern keine Erfolgsstrategie mehr.

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